Tauber-Franken

Lauda 11 - Spurensuche

Lauda, die Altstadt von Lauda, sollte mit sorgfältigem Spurenlesen, begegnet werden. Die Annäherung an Lauda war bisher von beiden Seiten des Radweges erschwert. Man näherte sich durch unansehliche Industrie- und Gewerbegebiete. Areale der Entsorgungsbetriebe. Die optisch einen recht zweifelhaften Eindruck erweckten. Inzwischen gibt es von Königshofen her eine Alternative. Lauda ist nicht nur Eisenbahnerstadt. Aber auch die Zeichen der Eisenbahngeschichte Laudas gilt es zu lesen, zu deuten.

 

Ein bemerkenswertes Relikt der Kleinstadtkultur - Das ehemalige Stern-Kino. Über dem Saal des Gasthauses Stern. Der erste wahre Zombiefilm Die Nacht der lebenden Toten von George A. Romero lief hier Ende der 1960er Jahre. Später gastierte hier das Kinomobil. Und zeigte etwas harmlosere Filme.

 

Die Altstadt von Lauda ist noch vom Weinbarock geprägt. Zeiten in denen die Kleinstädte an der Tauber reiche Zeiten erlebten. Ein Eis hier oder weiter oben in der Gasse zur kleinen Marienkirche ist heutzutage bei einer Radfahrt nach / durch Lauda Pflicht.


 

Lauda besitzt notable Bildstöcke. Ihrer Geschichte ist nachzuspüren. Viele erinnern an den Bauernkrieg 1525. Wenn man die Zeichen, das Signifikat des Signifikanten, die Botschaft des steinernen Trägers, verstehen kann. Wie dieser Bildstock, der in Erinnerung an den Laudaer Prediger Lienhart Beys errichtet wurde. 1625. Auch wenn der Bildstock keine eindeutigen Hinweise darauf gibt. Nur im Subtext deutbar ist.