Tauber-Franken

Tauberbischofsheim 4 - Edelberg

Der Edelberg ist heutzutage der edelste der Bischofsheimer Rauschäcker. Gegen den Brenner zu sind die mächtigen Stoarasseln ganz auffällig zu sehen. Die Steinriegel auf der Südseite wurden vom Reichsarbeitsdienst in elender Handarbeit beseitigt und mit Karren auf Rundhölzer unterlegt den Steilhang heruntergeschafft. Hier dominiert nun die gleichmäßige Geometrie der Zeilen. Manche der Steinriegel zeigen noch ihre ursprüngliche Anlage. Der gute Boden wurde entfernt. Es wurden links und rechts die Weinbergssteine, die durch das Rigolen aus dem Boden geholt wurden, angeschichtet. Und dann die vielen unterschiedlich großen Steine dort angehäuft. Immer an den Grundstücksgrenzen entlang. Nach und Nach quellten die vielen Steine über die schichtweise gesetzen Steine hinweg und nahmen mehr Platz auf dem Grundstück ein.








Auch auf der nördlichen Schlösserbergsseite des Edelberges sind Steinriegel, Trockenmauern zu finden. Die Steinriegel teilweise dicht vermoost aufgrund der Überwaldung. Dennoch findet die Sonne auch heute noch ihren Strahlenweg zu diesen Steinhäufungen auf eher ungünstig scheinendem Standort. Julius Berberich verortete den Wartturm (Geleitturm) auf dem Edelberg, der Absicherung des Geleitweges gen Würzburg dienend, auf der Schlösserbergseite. Tatsächlich sind die wenigen Reste des Turmes auf dem vorderen Höhepunkt des Edelberges, westlich gelegen, zu finden. Ein Schildchen direkt vorort weist einsam auf den Standort hin - vergleichbar dem einzigen Hinweis auf den Höhbergturm. Zur Funktion des Turmes im Geleit, zu seiner Einbettung in die büschemerische Höhenlandschaft gibt es leider keine Hinweise.

 

 

 

 

 

 

Früher die steilste Schlittenbahn weit und breit - die Todesbahn auf der Schlösserbergseite des Edelberges. Inzwischen bis auf einen kleinen Spurenfad zugewachsen.